Wandbild Hamburg - Defending Kukutza

In Bilbao (Baskenland) ist das seit 13 Jahren besetzte Jugend- und Kulturzentrum Kukutza seit über zwei Monaten von Räumung und Abriss bedroht. Die BesetzerInnen und die AnwohnerInnen rufen zu Protest, Demonstrationen und zu internationalen Solidaritätsaktionen auf – wie auch zu “Internationalen Brigaden des Widerstands” nach Bilbao. Kontakt bekommt ihr über die Internetseite des Kukutza: kukutza.tk

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Fotos von Soliaktionen in Deutschland
Interview Radio Dreieckland zu Hintergründen

Der „Eigentümer“, Cabisa Construcciones, eine Baufirma, will die ehemalige Fabrik abreißen um an ihrer Stelle angeblich neue Wohnungen zu bauen. In Errekalde (spanisch: Rekalde), einem populären Stadtviertel am Rande Bilbos, stehen aber bereits ca. 2000 Wohnungen leer.

Die Besetzung der leerstehenden Fabrik passt perfekt in die Geschichte des ArbeiterInnenviertels Errekalde. Während die von Seiten der AnwohnerInnen bestehenden Forderungen nach Schaffung kultureller Einrichtung wie Bibliotheken oder eines Gemeindezentrums von der Stadt kontinuierlich ignoriert wurden, machten sich die Einwohner Errekaldes selbst daran dergleichen aufzubauen. Aus der leerstehenden und heruntergekommenen Fabrik wurde von den BesetzerInnen ein wahres Paradies populärer Selbstverwaltung geschaffen. Das ganze Viertel nimmt teil an den Aktivitäten, die von Theater, Aktionskunst, Graffitiworkshops über Kinderprogramm und Fortbildungskurse bis zu Kletter- und Flamencokursen und natürlich der gut besuchten vegetarisch/veganen Volksküche reichen.

Entsprechend ist auch die Solidarität im Viertel. Kein Häuserblock, von dem nicht mehrere Kukutza Solidaritätsflaggen hängen. Die Demonstrationen und Veranstaltungen im Rahmen des Kampfes für den Erhalt von Kukutza werden von jung und alt besucht und die Solidarität scheint sich über die ganze Stadt zu erstrecken. Auf der Aste Nagusia (zu dt. etwa: Hauptwoche), dem alljährlichen Volksfest in Bilbo, gab es keinen Stand von dem nicht die Fahne von Kukutza gehisst oder das Solidaritätslied gespielt wurde. Unzählige Veranstaltungen und Konzerte während dem Fest riefen zur Solidarität und zum Erhalt von Kukutza auf. Der Baufirma Cabisa sowie dem Bürgermeister von Bilbo, der der konservativen Baskischen Volkspartei (PNV) angehört ist dies offensichtlich egal, weil es ihnen um das Wohl der Profite geht und und nicht um die Bevölkerung.

Am 5.09.2011 wurde dem Unternehmen Cabisa die Abrisserlaubnis erteilt, welches die kommenden Tage vor Gericht die Räumung beantragen wird. Die Zeichen stehen auf Sturm. Errekalde jedoch ist vorbereitet und nicht bereit sich Kukutza nehmen zu lassen.

Ez dira pasko! – ¡No pasarán! – Sie kommen nicht durch!

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