ETA stützt mit Waffenruhe die Regierung Zapatero

06.09.2010 | Ralf Streck, in Telepolis, 6.09.2010

Die Konservativen blasen zum Angriff, um über den Haushalt 2011 Zapatero zum Rücktritt zu zwingen

Eigentlich war es keine wirkliche Überraschung, dass die baskische Separatistenorganisation ETA nun bestätigt hat, seit Monaten eine Waffenruhe einzuhalten. Sie hat ein entsprechendes Video mit einer Erklärung an die BBC geschickt. Darin erklärt sie: “ETA teilt mit, dass vor einigen Monaten die Entscheidung gefallen ist, keine offensiven bewaffneten Aktionen durchzuführen.” Sie wählte die BBC, weil sie sich mit ihrer Entscheidung für eine mögliche friedliche Konfliktlösung an die dafür bedeutsame “internationale Öffentlichkeit” wendet. “Wir rufen diese dazu auf, mit Verantwortlichkeit auf den Willen und die Verpflichtung der ETA zu antworten und sich an der Ausarbeitung einer dauerhaften, gerechten und demokratischen Lösung für diesen jahrhundertealten politischen Konflikt zu beteiligen”, erklären drei vermummte Mitglieder in baskischer Sprache.

Seit ihrer Sommeroffensive vor gut einem Jahr, mit der die … weiterlesen »

ETA erklärt unilateral Waffenruhe

05.09.2010

ETA (Euskadi Ta Askatasuna, Baskenland und Freiheit) hat bereits vor einigen Monaten die Entscheidung getroffen, keine bewaffneten Angriffe auszuführen.”

Erklärung in deutscher Übersetzung:

(nach der spanischen Übersetzung des baskischen Originals, GARA, 5. September 2010)

“Die revolutionäre, sozialistische, baskische nationale Befreiungsorganisation Euskadi Ta Askatasuna, möchte dem baskischen Volk mit dieser Erklärung seine Überlegungen und seine Entscheidung bekanntgeben.

Ein halbes Jahrhundert ist bereits vergangen, seit ETA damit begann, Bürgerinnen und Bürger gegen die brutale Strategie der Leugnung der Existenz und der Zerstörung des baskischen Volkes zu organisieren und sich dem bewaffneten Freiheitskampf verpflichtete. Seither haben hunderte Männer und Frauen ihre Träume und ihre Leidenschaft in den Dienst dieser Organisation gestellt, haben ihr Bestes gegeben. Normale Bürgerinnen und Bürger unterschiedlicher Herkunft haben sich Generation um Generation mit demselben Ziel vereint: Baskenland und Freiheit.

Der Kampf für die Freiheit des baskischen Volkes hat immer die Handlungsweise von ETA bestimmt. … weiterlesen »

Inhaftierung Arnaldo Otegis Thema auf Forum der lateinamerikanischen Linken in Sao Paulo

02.09.2010

Seit fast einem Jahr, seit Oktober 2009, hält das spanische Sondergericht “Audiencia Nacional” Arnaldo Otegi, einen der führenden Politiker der baskischen linken Unabhängigkeitsbewegung in sogenannter provisorischer Haft. Grund hierfür sind die Bemühungen Otegis für eine politische Lösung des spanisch-baskischen Konflikts und die unilaterale Friedensinitiative der baskischen Linken.

Ein Brief, der die Situation und den unilateralen Vorstoss der baskischen Linken für eine friedliche Konfliktlösung erläutert, wurde vor den 600 Delegierten des Forums Ende August 2010 in Sao Paulo verlesen. Die Delegierten verteten 54 Organisationen aus 33 lateinamerikanischen Ländern. Viele der anwesenden Parteien, darunter die brasilianische PT von Lula Da Silva, die FMLN, die Frente Sandinista, die Partido Comunista de Cuba, die Frente Amplio aus Uruguay, die mexikanische PRD, sowie die PSU aus Venezuela, fordern in einem Brief an den spanischen Präsidenten die Freilassung Arnaldo Otegis. Seine Inhaftierung entziehe dem Baskenland “in diesem für … weiterlesen »

info-baskenland.de mit neuen Funktionen

30.08.2010

In unserer “Mediathek“ finden Sie ab jetzt “Material“ zum Download, wie zum Beispiel Flyer, Broschüren und Plakate zum Ausdrucken und Weiterverteilen. Und unter “Archiv / Suche“ ist der Menüpunkt “Suche“ dazugekommen. Damit können Sie ab jetzt auf unserer Seite nach Beiträgen zu bestimmten Themen und Stichworten recherchieren. Schreiben Sie uns eine Email, wenn Sie Verbesserungsvorschläge haben.

Karnevalsgruppen sollen wegen "ETA-Unterstützung" ausgeschlossen werden

23.08.2010

Baskenland: Proteste gegen Verbote auf der Fiesta in Bilbao
Auf Druck der rechten spanischen Partei Partido Popular hat der Bürgermeister von Bilbao Teile der sog. “Txoznas” während der gerade begonnen größten Fiesta des Baskenlands “Aste Nagusia” verboten. Das Anbringen oder Tragen der verbotenen Bilder von baskischen Gefangenen soll stärker als im vergangenen Jahr geahndet werden. Verschiedenen Karnevalsvereinigungen (Konpartsak) von Bilbao wird vorgeworfen, mit Gefangenenbildern an den Ständen die ETA zu unterstützen.

Protest gegen das faktische Verbot der Toznas durch Nicht-Genehmigung von Ständen verschiedener Karnevalsvereinigungen kommt nicht nur von der abertzalen Linken. Die Vereinigung der Konpartsak von Bilbao will gemeinsam mit verschiedenen Aktionen des zivilen Ungehorsams für das Recht auf freie Meinungsäußerung und gegen die Kommerzialisierung während der Fiestawoche eintreten. Sie rufen unter anderem alle dazu auf, als sichbares Zeichen des Protestes ein schwarzes Tuch zu tragen, was bereits bei der traditionellen Eröffnung (Fotos: hier) über Tausend Menschen befolgten.

Die Kompartsak … weiterlesen »

Berlin: Solidarität mit baskischen Gefangenen und gegen Fiesta-Verbote in Bilbao

23.08.2010

Berlin-Neukölln, 21. August.
Weisestrassen-Stadtteilfest solidarisch mit baskischen Gefangenenkollektiv.

Auf dem unabhängigen Stadtteil- Strassenfest gegen Umstrukturierung am 21. August 2010 in Berlin-Neukölln war die Solidarität mit den baskischen Gefangenen deutlich sichtbar. Bei herrlichem Sommerwetter tummelten sich viel mehr BesucherInnen auf dem Fest in der Weisestrasse als erhofft.

Die Stadtteilversammlung, in der verschiedene Kneipen, Läden, Initiativen, wie auch KünstlerInnen aus Neukölln vertreten sind, hatte entschieden, Einahmen vom Strassenfest an das baskische Kollektiv der Gefangenen EPPK zu spenden. Neben den Gefangenen-Fahnen und Baskenland-Fahnen an Grill- und Bierstand gab es auch Plakate mit Informationen zu den 750 baskischen Gefangenen. An einem Haus war ein Transparent zum Gedenken an Jon Anza befestigt, auf Plakaten war zu lesen: “Jon Anza wurde ermordet”.

Der Stand von EH Lagunak informierte über die Situation im Baskenland, in einer Rede auf der … weiterlesen »

Im Hunger- und Durststreik

14.08.2010 | Ingo Niebel, Junge Welt vom 13. 8.2010

Frankreich: Baskische Gefangene kämpfen gegen entwürdigende Haftbedingungen

Nach elf Tagen im Hunger- und Durststreik befinden sich die beiden politischen baskischen Gefangenen, Jabier Abaunza und Ander Geresta, in Lebensgefahr. Aufgrund des Flüssigkeitsverlustes droht ein Ausfall der Nieren. Die Insassen des französischen Gefängnisses Moulins, die wegen ihrer Mitgliedschaft in der Untergrundorganisation Euskadi Ta Askatasuna (ETA, Baskenland und Freiheit) lange Haftstrafen absitzen müssen, seien akut „geschwächt, aber guten Mutes«. So stellte sich die Lage nach Aussagen von Xantiana Kaxenau am Donnerstag dar. Es gebe Hoffnung, so die Anwältin der beiden Hungerstreikenden gegenüber der linken baskischen Tageszeitung Gara. Die Gefängnisleitung habe nunmehr erklärt, sie werde »die Gefangenen mit Respekt und Würde behandeln«. Ihre beiden Mandaten seien bereit, ihre verzweifelte Aktion zu beenden, »wenn der Gefängnisdirektor Wort hält«.

Mit ihrer extremen Form des Protestes kämpfen die beiden Basken für die Achtung ihrer Menschenwürde, nachdem die Gefängnisverwaltung im Juli eine schikanöse Durchsuchungsmethode praktiziert hatte. Vor und nach den … weiterlesen »

ETA zeigt Flagge

31.07.2010 | Ingo Niebel, Junge Welt vom 28.7.2010

Baskische Untergrundorganisation signalisiert Bereitschaft zu Verhandlungslösung. Madrid nicht interessiert

Am Freitag vor einem Jahr hat die baskische Untergrundorganisation Euskadi Ta Askatasuna (ETA, Baskenland und Freiheit) ihren letzten tödlichen Anschlag verübt. Seitdem herrscht eine faktische Waffenruhe, obwohl die spanische und französische Polizei sie weiterhin verfolgt. Am Samstag nutzte die ETA die Ehrung ihres verstorbenen Mitglieds Jon Anza im nordbaskischen Ziburu (franz.: Ciboure), um der verbotenen baskischen Linkspartei Batasuna (Einheit) ihre Unterstützung bei der Suche nach einer Verhandlungslösung des politischen Konflikts zuzusichern. Dabei verzichteten ihre Repräsentanten jedoch darauf, eine Waffenruhe, geschweige denn die Aufgabe des bewaffneten Kampfes zu verkünden. Letzteres fordern die spanische Zentralregierung und bürgerliche Politiker im Baskenland.

Trotz zahlreicher Fahndungserfolge zeigte sich die ETA am Wochenende selbstbewußt. Kurz nachdem die Medien die Gedenkfeier anläßlich der Bestattung von Anza verlassen hatten, betraten drei Vermummte mit einem Transparent, das das Emblem der ETA – die baskische Axt, um die sich eine Schlange windet … weiterlesen »

News

In Belgien festgenommender Baske bittet um politisches Asyl 27.08.2010

Luis María Zengotitabengoa, ein Baske der vor kurzem in Belgien wegen angeblicher ETA-Zugehörigkeit festgenommen wurde und im belgischen Gefängnis in Brügge einsitzt, hat politisches Asyl in Belgien beantragt. Spanien hat die Ausführung des europäischen Haftbefehls – eine Auslieferung an Spanien – beantragt.
Ein Sprecher der belgischen Staatsanwaltschaft äußerte sich überrascht darüber, daß “ein Bürger aus einem Land wie Spanien” um Asyl bittet. Seit es den “europäischen Haftbefehl” gebe, habe es noch keinen solchen Fall gegeben. Aus dem belgischen Innenministerium war zu vernehmen, daß eine Entscheidung darüber Monate brauchen könne. Beim Bundesgericht in Belgien legte der Anwalt Paul Bekaert Widerspruch gegen die Auslieferung ein, da der Haftbefehl von Spanien unvollständig sei. Außerdem habe sich der Baske legal in Belgien aufgehalten und negiere, Kämpfer der ETA zu sein. Das Verfahren geht nun in die nächste Instanz.

Uruguay: 2000 auf Gedenkdemo für getötete Basken 27.08.2010

Am 24. August jährte sich die “Demonstration von Filtro” in Montevideo zum 16. mal. 1994 wurden beim sog. “Massaker am Krankenhaus von Filtro” zwei an der Demo beteiligten Basken von Sicherheitskräften getötet, es gab zahlreiche Schwerverletze. Armee und Polizei waren eingesetzt. Damals gab es eine größere Protestdemonstration gegen die Auslieferung von 13 Basken nach Spanien. Nach einem Hungerstreik wurden 9 in das Krankenhaus eingeliefert.
Auf der diesjährigen Demonstration, bei der sich 2000 Menschen beteiligten, war eine Delegation der baskischen Solidaritätsorganisation Askapena anwesend, Angehörige der damals getöteten forderten erneut Aufklärung und Gerechtigkeit. Auch GewerkschafterInnen haben zur Gedenkdemo aufgerufen. Das Netzwerk der FreundInnen des Baskenlands von Uruguay (E.H. Lagunak Uruguay) betonte die Notwendigkeit der Solidarität mit dem politischen Kampf der BaskInnen um Unabhängikeit. Laut einer Zeitungsmeldung aus Uruguay sei es nur zu kleineren Zwischenfällen gekommen, als auf der Demostrecke Vermummte symbolisch das Gebäude des Generalkommandos der Armee mit verschiedenen Gegenständen bewarfen.

E.H. Lagunak Uruguay

Gefangenendemos bei Fiesta in Bilbao verboten 27.08.2010

Das Madrider Sondergericht “Audiencia Nacional” (AN) hat alle Demos für die Freiheit der baskischen politischen Gefangenen während der Fiesta in Bilbao verboten. Insbesondere die Ehrung von entlassenen Gefangenen würden laut AN eine Werbung für die baskische Untergrundorganisation ETA darstellen. Trotz des Verbots und Angriffe der Polizei hatten sich in den vergangenen Tagen hunderte Menschen innerhalb der Fiesta zusammengefunden, um für das Recht auf freie Meinungsäußerung und für die Gefangenen zu demonstrieren.

Spanisches Sondergericht verbietet Gefangenenempfang in Katalonien 24.08.2010

Während eines traditionellen Festes am 21. August 2010 im Stadtteil Gràcia in Barcelona wollten Aktivsten die nach neun Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassene Laura Riera begrüßen. Doch das spanische Sondergericht in Madrid verbot den Akt. Ein Richter des Sondergerichts begründete das Verbot damit, dass mit einer öffentlichen Mobilisierung zum Empfang der entlassenen katalanischen Gefangenen “für den Terrorismus” geworben werde. Weil angeblich weiterhin im Internet mobilisiert wurde, besetzte die katalanische Regionalpolizei – die Mossos d'Esquadra – den Platz und verhaftete sogar den Sprecher des Komitee der Festveranstalter, welcher gerade eine Erklärung zur Absage des öffentlichen Empfangs verlesen wollte.
Eine anschließende Protestdemonstration für Meinungsfreiheit, politische und zivile Rechte und für die Auflösung des spanischen Sondergerichts wurde mit brutalem Schlagstockeinsatz aufgelöst, was die Kinder eines in der Nähe befindlichen Kinderfests entsetzt mitansehen mussten. Zahlreiche Menschen wurden durch die Straßen gejagt und anschließend besetzte die Polizei den Stadtteil.

Laura Riera, eine Aktivistin der Hausbesetzerbewegung in der 28 Kilometer von Barcelona entfernten Stadt Terrassa sowie der linken Gewerkschaft CGT, war 2001 im Alter von 21 Jahren verhaftet und wegen angeblicher Unterstützung der baskischen ETA verurteilt worden.
(Quellen: junge Welt & Indymedia Barcelona)

Schweiz: Solidarität mit inhaftierten baskischen Jugendaktivisten 23.08.2010

Am 13. August 2010 wurde Ion Telleria von Frankreich an die spanische Justiz ausgeliefert und kam in das Gefängnis Soto Real in Madrid. Nach ersten Einschätzungen kann der ehemalige Redakteur von Radio Info7 bei einem Prozess mit bis zu 6 Jahren Gefängnisstrafe rechnen, wegen des Vorwurfs “Mitgliedschaft” in einer “verbotenen Organisation”.
Nach der Repressionswelle im November 2009 gegen die baskische sozialistische Jugendorganisation SEGI flüchtete Ion ins Exil (französisches Baskenland). Dort wurde er später unter Hausarrest gestellt. Am 13. August 2010 wurde seinem Auslieferungsantrag stattgegeben.
Mit öffentlichen Stellungnahmen und der Forderung nach Freilassung haben sich nun AktivistInnen aus der Schweiz mit Ion solidarisiert. Ion war am 1. Mai 2009 in der Schweiz als Vertreter der baskischen Jugendbewegung aufgetreten, wie auch bei einer Veranstaltung am 2. Mai.

Zahlreiche Demonstrationen 18.08.2010

Am vergangenen Wochenende kam es wieder zu zahlreichen Demonstrationen im Baskenland. In Donostia-San Sebastian gingen mehrere tausend Menschen für ein Selbstbestimmungsrecht und die Rechte der politischen Gefangenen auf die Straße.
In Gasteiz demonstrierten mehr als 2000 Menschen dagegen, daß zum ersten Mal seit 22 Jahren wieder eine spanische Basketballmannschaft im Baskenland spielen soll.

Angebliches ETA-Mitgied wieder aus Haft entlassen 18.08.2010

Am vergangen Samstag nahm die spanische Polizei zwei per Haftbefehl gesuchte ETA-Mitglieder fest. Die Beiden – ein Mann und eine Frau – sollen sich auf der Flucht befunden haben. Ihnen wird vorgeworfen für die ETA Informationen beschafft und neue Mitglieder angeworben zu haben. Nur 36 Stunden nach dem medienwirksamen Fahndungserfolg wurde die Frau wieder aus der Haft entlassen.

Verhaftungen in Hernani 04.08.2010

Die Ertzaintza hat gestern zwei mutmaßliche Mitglieder der ETA in der baskischen Kleinstadt Hernani festgenommen. Laut Angaben der Polizei sollen sie 2003 den Chef der Stadtpolizei, Joseba Pagazaurtundua, erschossen haben.
Am Abend demonstrierten in Hernani mehrere hundert Menschen gegen die Verhaftungen.

Was interessiert ein Freispruch? 26.07.2010

Der Direktor der baskischen Zeitung Berria (und ehemalige Direktor der Zeitung Euskaldunon Egunkaria) Martxelo Otamendi darf nicht in die USA einreisen, um am Festival von Boise (Idaho) teilzunehmen, weil “sein spezielles Profil” das verbietet. Otamendi war im April in Spanien vom Vorwurf des Terrorismus freigesprochen worden. Das Verbot der Zeitung Egunkaria wurde für unrechtmässig erklärt. Siehe: Egunkaria Verbot unrechtmässig – Freispruch für die fünf baskischen Journalisten

Facebook löscht Seite von Arnaldo Otegi 22.07.2010

Die Facebookseite “Arnaldo Otegi”, die die Freilassung des seit Oktobers “provisorisch” inhaftierten Politikers der abertzalen Linken fordert, wurde von Facebook ohne Begründung gelöscht. Die Seite hatte 4600 Unterstützer- und Unterstützerinnen. Die neue Seite “Free Arnaldo Otegi” findet man unter: Facebookseite: Free Arnaldo Otegi >>

Neuer Massenprozess gegen baskische Gemeinderäte 15.07.2010

Heute begann in Madrid vor dem spanischen Sondergericht Audiencia Nacional ein neuer Massenprozess. 22 Personen stehen wegen ihrer Aktivitäten für UDALBILTZA vor Gericht. UDALBILTZA ist die Versammlung gewählter Representanten baskischer Städte und Gemeinden. Sie wurde 1999 von fast 2000 Representanten baskischer Städte und Gemeinden gegründet, die aus allen sieben baskischen Provinzen kamen, egal ob unter spanischer oder französischer Verwaltung. UDALBILTZA hat als Ziel, die nationale Identität des Baskenlandes zu bewahren und auszubauen. Wie in anderen Massenprozessen lautet die Anklage, dass diese Aktivitäten – diesmal sind sie kommunalpolitischer Art – von ETA gesteuert seien. Beweise gibt es keine, genausowenig werden auch nur einem der Angeklagten irgendwelche individuelle Straftaten vorgeworfen. Dafür fordern die Ankläger absurde Haftstrafen zwischen 5-15 Jahren für die Angeklagten. Siehe auch: Webseite von UDALBILTZA mit Information in spanischer und englischer Sprache, sowie in Kürze nähere Informationen hier auf Info Baskenland.

Freiheit für Jose Mari Sagardui 04.07.2010

In Zornotza, der Heimatort von Jose Mari Sagardui, haben gestern mehr als 1000 Menschen für die Freilassung des am längsten inhaftierten politischen Gefangenen Europas demonstriert. Der 52- jährige Sagardui sitzt seit 30 Jahren im Gefängnis.
Ginge es nach normalem spanischem Recht, müsste Sagardui seit 2005 wieder in Freiheit sein, doch die nachträgliche Strafverlängerung, die als Parrot-Doktrin bekannt wurde, ermöglicht dem Spanischen Staat die Inhaftierung der politischen Gefangenen auf 40 Jahre willkürlich zu verlängern .
Siehe auch

Nordirische Polizei verhaftet Basken in Belfast 25.06.2010

Der Baske Fermín Vila wurde am Donnerstag abend von der nordirischen Polizei verhaftet, als er das Lokal in Belfast verlies, in dem er arbeitet. Die spanischen Behörden haben einen Haftbefehl wegen angeblicher ETA-Mitgliedschaft und Beteiligung an Anschlägen im Jahr 2001 erlassen. Laut BBC erfolgte die Verhaftung als gemeinsame Aktion von PSNI und Guardia Civil.

Ertzaintza entfernt Gedenktafeln in Azkoitia 20.06.2010

Die Ertzaintza entfernte gestern in Azkoizia Gedenktafeln für die Opfer des “schmutzigen” Krieges im Baskenland. Die Tafeln waren für die linken Aktivisten Ramón Oñederra , Jabier Larrañaga und Jose Luis Salegi angebracht. Larrañaga wurde 1979 in Hendaia mit Maschinengewehren erschossen, Oñederra war 1983 das erste Opfer der Todesschwadronen der GAL und die Leiche von Salegi wurde 1997 in Mexiko gefunden. Die Abertzale Linke merkte in einer Stellungnahme an, dass es wohl kein Zufall sei, dass die PSOE jetzt das Gedenken verbieten wolle. Sie war es schliesslich, die in den 80er Jahren die GAL gegründet hatte.

Tausende bekunden Solidarität mit Angeklagten von Jugendorganisation 20.06.2010

Tausende Menschen haben in Donostia ihre Solidarität mit den Angeklagten der Jugendorganisation SEGI bekundet. Am Ende des Monats beginnt vor der Audiencia Nacional der Prozeß gegen 18 Jugendliche. Ihnen wird vorgeworfen Teil einer terroristischen Vereinigung zu sein.

Demonstration gegen TAV 20.06.2010

Mehrere tausend Menschen haben in Bilbao bei strömenden Regen gegen den Bau des Schienennetzes für Hochgeschwindigkeitszüge demonstriert. Am Anfang der Demonstration war in großen Buchstaben die Zahl 4790 zu lesen.
Die Summe, die jeder Bürger von Araba, Bizkaia und Gipuzkoa mit seinen Steuern für den Bau des Schienennetzes aufbringen muss. weitere Inormationen

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31.07.2010 – Trotz der Einschüchterungs-versuche und Kontrollen durch die Ertzaintza haben an den Stassen des Baskenlandes zahlreiche Menschen für die Rechte der politischen Gefangenen demonstriert.

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19.07.10 Mehrere zehntausend Menschen haben am vergangenen Samstag in Bilbao gegen den neuen Massenprozess gegen die Representanten baskischer Städte und Gemeinden demonstriert.

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Über 10.000 Menschen demonstrierten am Samstag den 11. Juli 2010 im baskischen Donostia ihre Solidarität mit den Katalanen und forderten die Anerkennung der Katalanen und der Basken als Nation.

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29.06.10: Generalstreik im Baskenland – die baskische Polizei Ertzaintza geht aggressiv und brutal gegen Streikposten vor.


28.06.10 “Die baskische Gestapo provoziert und die Gewalttätigen antworten” – unter diesem Titel ist bei Youtube ein Video zu sehen, das die baskische Polizei Ertzaintza zeigt, wie sie ein Volksessen filmt, martialisch bewaffnet. Solcherart Provokationen sind in Euskal Herria seit der spanischen Regierungsübernahme durch PPSOE an der Tagesordnung, auf diese Art soll ein Konflikt beigelegt werden. Die Reaktion der beim terroristischen Essen Heimgesuchten ist unerschütterlich. Quelle: www.baskinfo.blogspot.com/

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