Baskenland: Linke will neue Partei. Unabhängigkeit und Sozialismus als Ziele
Die linke Unabhängigkeitsbewegung des Baskenlandes will zurück in die Legalität. Dafür ist sie bereit, auf der Basis des als »antidemokratisch« eingestuften Parteiengesetzes eine neue Partei zu gründen. Das bekundeten 300 Angehörige von weitgehend illegalisierten Organisationen der Linken bei einer Veranstaltung in Iruñea (Pamplona) am Samstag. Madrid reagierte, wie schon in der Vergangenheit, ablehnend (Foto, AP: Weiter auf hartem Kurs: Spaniens Innenminister Rubalcaba).
Daß die Kundgebung in der Hauptstadt der baskischen Provinz Nafarroa (Navarra) stattfand, wundert nicht: dort soll, so die Linke, bei den Regionalwahlen 2011 ein Politikwechsel erreicht werden. Derzeit wird die »Forale Gemeinschaft« von Rechtskräften regiert. Um eine Chance zu haben, deren Vorherrschaft zu brechen, müßte eine Kandidatur der baskischen Linken erreicht werden. Dazu wäre die Gründung einer legalen Organisation die Voraussetzung. 2003 hatte Madrid auf Grundlage des Parteiengesetzes die Linkspartei Batasuna (Einheit) verboten und in der Folge etwa ein Dutzend weiterer Parteien, Wahlbündnisse und Wählerlisten. Als Begründung diente die Tatsache, daß sich die Organisationen geweigert hatten, die Attentate der Untergrundorganisation Euskadi Ta Askatasuna (ETA, Baskenland und Freiheit) zu verurteilen.
Ein Ausweg soll jetzt an der Basis gesucht werden. Auf Veranstaltungen und Zirkeln, so das Ziel, wird demnach in den kommenden Wochen ein Parteistatut erarbeitet. Dieses soll sich an der neuen Strategie orientieren, die die Linke in einem basisdemokratischen Willensbildungsprozeß Anfang des … weiterlesen »